Solid State Drive vs. Hard Disk Drive

SolidStateDriveVor ungefähr einem Monat habe ich mir mal eine 120GB SDD von OCZ für meinen Heimrechner gegönnt. Ein Kollege war so begeistert von seiner Eigenen, dass er mich gleich mit angesteckt hat. Folglich musste ich natürlich direkt mein Windows darauf installieren und ein bisschen herumtesten. Vorab hier mein System, welches jetzt auch schon nicht mehr ganz auf dem neuesten Stand ist:

CPU: Intel Core2Quad Q9300 @ 4 * 2,5GHz
RAM: 4 * 1024MB DDR2 1066MHz 5-5-5-15
GPU: GeForce GTX 260 896MB

Im Vergleich zu meiner alten System HDD [ Western Digital 250GB 7200U/M ] schneidet die neue SSD im Benchmark “Crystal Disk Mark” folgendermaßen ab, wobei diese Tests eigentlich nicht gemacht werden sollten, da die Platten unnötig beansprucht werden ;)

crystal1crystal2

 

bewertung_win

Die alte Platte hatte hingegen nur eine 5.4, wobei diese auch wirklich in die Jahre gekommen ist.

TRIM-Unterstützung
Ein wichtiges Merkmal von SSDs ist der TRIM Befehl, welcher mittlerweile wohl bei den meisten Modellen vorhanden sein sollte und ab Windows 7, sowie Linux ab Version 2.6.33 vollständig unterstützt wird.

Da bei SSDs (im Gegensatz zu HDDs) einzelne Blöcke nicht überschrieben werden können, sondern die Zellen erst gelöscht sein müssen, kann es im Laufe der Zeit zu Performanceeinbußen kommen, da beim Löschen von Daten der entsprechende Bereich nur als überschreibbar gekennzeichnet, aber nicht gelöscht wird.
Durch den TRIM Befehl wird ermöglicht, dass das Betriebssystem beim Löschen von Daten dem SSD-Laufwerk mitteilen kann, die verwendeten Zellen auch wirklich zu löschen. Dieser Vorgang birgt vor, dass beim nächsten Beschreiben dieser Blöcke nicht erst gelöscht werden muss, bevor beschrieben werden kann.

In den Spezifikationen jener SSDs sollte also bestenfalls die TRIM Unterstützung auftauchen. Man kann dies (u.v.m.) auch z.B. mit “Crystal Disk Info” auslesen, wie folgender Screenshot zeigt. Sollte Ihre SSD den Befehl nicht unterstützen hilft eventuell ein Firmware Update, welches Sie auf der Herstellerseite beziehen können, wobei immer dazu geraten sein soll, vorher ein Backup der sich darauf befindenden Daten zu machen ;-)

Die gelb angeschlagenen Platte ist übrigens meine alte Systemplatte, welche aber auch schon 512 Tage ihren Dienst verrichtet / Laufzeit auf dem Buckel hat.

SNAGHTMLc7f921

SSD und Windows 7:
Nach der Bewertung des Systems von Windows sollte es sich automatisch (sofern die SSD als solche erkannt wurde) darauf anpassen und folgende Dienste ausschalten, da diese beim Gebrauch einer SSD nicht förderlich sind.

SNAGHTML1743ecbReady Boost, Defragmentierung der SSD, Superfetch

Lieber wirft man einen Blick darauf, um sicher zu gehen, dass Windows das erledigt hat unter:
Systemsteuerung –> Verwaltung –> Dienste.

Bei mir war der Superfetch Dienst aktiviert, aber in der Registry kann man einstellen, wie dieser Arbeiten soll.

Sie können den Wert von EnableSuperFetch folgendermaßen anpassen:

 

 

HKEY_LOCAL_MACHINE\SYSTEM\CurrentControlSet\Control\SessionManager\MemoryManagement\
PrefetchParameters

0: Superfetch deaktiviert
1: Anwendungen beschleunigen
2: Bootvorgang beschleunigen
3: Anwendungen und Bootvorgang beschleunigen

Die Defragmentierung habe ich komplett deaktiviert, da man diesen Dienst aber eventuell für andere Platten verwenden möchte, verweise ich mal auf diese Seite, welche beschreibt wie man für einzelne Platten vorgehen kann.

imageEs macht sich wirklich bemerkbar in Hinsicht auf z.b. die Startzeit von Windows, wie schnell es startet und die darauf folgenden Programme aufgehen, wenn man sie gestartet hat. Sobald ich beispielsweise den Desktop sehe und direkt mehrere Programme starte, kommt es mir so vor als ploppt es einfach nur auf und ich kann loslegen. Ein Voll-Backup der Partition hat gerade einmal knapp 10Minuten gedauert. Hier noch eine kleine Grafik der Herstellerinformationen über die Zeit, die Vorgänge in Anspruch nehmen im Vergleich.

Die Platte erzeugt keine Geräusche und hat kaum Wärmeentwicklung. Gegenüber der alten Platte ist sie wirklich ein Traum und ich möchte sie nicht mehr missen. Mittlerweile sind die Platten auch nicht mehr unbezahlbar wenn man sie für das Betriebssystem einsetzen möchte.

Vor allen Dingen ist mittlerweile nicht mehr die CPU die Bremse in PC-Systemen, sondern die Festplatte. Deshalb gilt auch schon länger nicht mehr die so einfache Formel:
Schnellere CPU = Schnelleres System

Hinsichtlich Speicherplatz lohnt es sich noch nicht wirklich, was sich aber mit steigendem Absatz im Laufe der Zeit aber bestimmt ändern wird :)

Teilen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.